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Gemüse haltbar machen: So machst du deine Ernte bereit für den Winter

Du hast noch reichlich Gemüse vom Sommer übrig und möchtest nichts davon verschwenden? Mit diesen Methoden kannst du deine Ernteüberschüsse für den Winter haltbar machen und sie auch später noch genießen.

Gemüse haltbar machen: So machst du deine Ernte bereit für den Winter 

Ob Gemüse fermentieren, einkochen, trocknen oder einfrieren: Um deine Ernte für die kalten Wintermonate haltbar zu machen und auch im Dezember noch leckere Tomaten oder Zucchinis aus dem eigenen Garten genießen zu können, gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Welche 5 Techniken sich hierfür besonders gut eignen, zeigen wir dir in diesem Artikel. 

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1. Gemüse fermentieren

Die wohl bekannteste und geeignetste Methode, um dein Gemüse haltbar zu machen, ist das Fermentieren. Denn beim Fermentieren bleiben die Vitamine und Spurenelemente deines Lieblingsgemüses nicht nur erhalten, sondern sie vermehren sich auch noch. Die dadurch entstehenden Milchsäurebakterien sind besonders gut für den Darm und deine Gesundheit. Zudem ist eine riesengroße Auswahl an Gemüse perfekt zum Fermentieren geeignet. Ob Krautsorten, Karotten, Blumenkohl, Paprika, Frühlingszwiebel oder Kürbis: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten. Eine Ausnahme bilden dabei Zucchinis oder Blattsalate, da sie schnell matschig werden können. 

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Anleitung zum Fermentieren 

1. Spüle deine Gläser vor dem Fermentieren gut aus und sterilisiere sie in kochendem Wasser. 

2. Schneide dein Gemüse klein, sodass es später in die Gläser passt. 

3. Koche nun etwas Wasser mit etwa 20-30 g Salz pro Liter auf und lasse es abkühlen. 

4. Nun die Salz-Wasser-Lösung in die Gläser füllen und das Gemüse und gegebenenfalls Gewürze hinzufügen. Beschwere falls nötig dein Gemüse mit Gewichten, damit es unter Wasser bleibt.

5. Nun kannst du das Ganze bis zu einer Woche lang in deiner Küche ruhen lassen und anschließend in einen kühlen und unbeheizten Raum stellen. 

 

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2. Gemüse einkochen 

Auch beim Einkochen gibt es eine riesengroße Auswahl an Gemüsesorten, die hierfür geeignet sind. Auch bereits fertige Saucen und Suppen lassen sich so schnell und einfach für den Winter und sogar für mehrere Jahre haltbar machen. Denn beim Einkochen werden Keime abgetötet und durch das entstandene Vakuum am Eindringen in die Gläser gehindert. Damit seid ihr immer für spontane Besuche und Partys vorbereitet.

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Und so geht's: 

1. Spüle deine Gefäße und das Zubehör zunächst wieder ab und sterilisiere es in kochendem Wasser.

2. Fülle nun dein Obst oder Gemüse je nach Rezept in deine Gläser und verschließe sie.

3. Nun die Gläser in einem Einkochtopf mit etwas Abstand hineinstellen und je nach Rezept und Einkochzeit kochen lassen.

4. Lass deinen Topf vor dem Herausnehmen etwa 10 Minuten abkühlen.

5. Die Gläser aus dem Topf herausnehmen und überprüfen, ob ein Vakuum entstanden ist. Das erkennst du dadurch, dass die Deckel der Schraubgläser nicht nachgeben und Einmachgläser durch den Unterdruck auch ohne Klammern fest verschlossen sind.

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3. Gemüse einfrieren 

Wer frisches Gemüse einfrieren will, kann sich damit bis zu zehn Monate lang an dem Gemüse aus dem eigenen Garten erfreuen. Achte vor dem Einfrieren nur darauf, das Gemüse in kleine Stücke zu schneiden und luftdicht in Gefrierbeuteln zu verschließen. Doch nicht jedes Gemüse sollte roh eingefroren werden. Karotten, Bohnen, Erbsen, aber auch Brokkoli, Blumenkohl und andere Kohlsorten können so nicht nur Vitamine verlieren, auch die knackige Konsistenz geht dadurch verloren. 

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4. Gemüse trocken lagern 

Zahlreiche Gemüsesorten wie Kürbisse, Zwiebeln, Knoblauch, Trockenbohnen oder Nüsse müssen für den Wintervorrat nicht weiterverarbeitet werden, sondern können einfach trocken gelagert werden. Hierbei reicht es, das Gemüse an einem trockenen und ungeheizten Raum wie dem Keller zu lagern. Eine weitere Methode, die hierzu gezählt werden kann, ist die Erdmiete. Dabei wird Wurzel- und Knollengemüse wie Karotten, Kohlrabi oder Pastinaken in einer etwa 40 cm tiefen Grube im Garten mit etwas Sand bedeckt und eingelagert. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Einmieten findest du zum Beispiel hier: https://www.gartenhaus.at/magazin/erdmiete-anlegen/ 

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5. Gemüse dörren

Beim Dörren wird dem Gemüse durch zirkulierende Luft Feuchtigkeit entzogen. Dabei wird bei niedrigen Temperaturen von 35 bis 70 Grad das Gemüse besonders schonend haltbar gemacht. Dadurch, dass den Lebensmitteln das Wasser entzogen wird, haben auch Bakterien keine Chance mehr. Das Dörren bietet sich insbesondere bei Kräutern an. Aber auch Äpfel, Tomaten oder Pilze lassen sich so gut weiterverarbeiten. Neben dem Trocknen an der Luft, kann man die Lebensmittel auch im Backofen oder mit einem Dörrautomaten haltbar machen. 

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