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So baust du ein Insektenhotel – eine Anleitung

Nützliche Insekten wie Wildbienen, Hummeln, Marienkäfer, Florfliegen oder Schmetterlinge sind gern gesehene Gäste im eigenen Garten. Sie übernehmen nicht nur die Bestäubung, sondern fressen auch Schädlinge wie Blattläuse und sorgen für einen hohen Ertrag im Nutzgarten.

Ein Insektenhotel dient dazu, den Nützlingen einen Ort zum Überwintern und Nisten zu bieten. Die natürlichen Lebensräume der Insekten werden in der freien Natur und in gepflegten Gärten immer knapper. Umso wichtiger ist es, den Insekten unter die Arme zu greifen – und ganz nebenbei tut man auch dem eigenen Garten etwas Gutes. Aus diesem Grund zeigen wir dir hier, wie du in nur wenigen Schritten ein gemütliches Insektenhotel für deine kleinen Gartenhelfer bauen kannst und was es hierbei zu beachten gilt.

 

Diese 2 Dinge solltest du beachten:

1. Der Standort

Insekten mögen es trocken und warm. Am besten stellst du das Insektenhotel an einem wind- und regengeschützten Standort auf, der ganztägig Sonne abbekommt. Vor allem die Larven der Insekten benötigen viel Wärme, um schlüpfen zu können. Dabei ist es wichtig, das Insektenhotel nicht in Richtung Nordwesten auszurichten. Diese Seite ist vorwiegend Wind und Regen ausgesetzt, wodurch Füllmaterialien anfangen können zu schimmeln, Pilzbefall entsteht und es im Insektenhotel ständig feucht sein kann. Ein Standort in Richtung Süden ist daher ideal.

 

2. Das Material

Für dein Insektenhotels kannst du zahlreiche verschiedene Materialien verwenden, doch nicht jedes eignet sich dafür. Beim Holz solltest du nicht auf Weichholz zurückgreifen, da es schnell splittern, durch Feuchtigkeit reißen und so die Insekten verletzen kann. Auch Nadelholz eignet sich aufgrund der Harzbildung nicht für ein Insektenhotel. Am besten greifst du auf gut abgelagertes Hartholz wie Esche oder Buche zurück.

Wichtig: Auch Füllstoffe wie Tannenzapfen oder Stroh sind für die kleinen Helfer nicht geeignet. Mit sorgfältig angebohrten Löchern im Holz und mit Bambusröhrchen sind die Insekten deutlich besser bedient.

 

Und schon kann es losgehen:

Für den Bau eines Insektenhotels gibt es zahlreiche Möglichkeiten und Variationen. Hier zeigen wir dir zwei Arten für einen geeigneten Unterschlupf, die sich perfekt miteinander kombinieren und erweitern lassen - und zudem in nur wenigen Minuten fertig sind.

Dosen-Insektenhotel

Das brauchst du dafür:

1 leere Konservendose ohne Deckel

Bambusstäbe

1 feinzahnige Handsäge

Holzbohrer in verschiedenen Größen (3-9mm)

Schleifpapier

 

Und so geht’s:

  1. Schneide die Bambusstäbe mit der Handsäge so zu, dass sie perfekt in die Konservendose passen. Eine Gartenschere eignet sich hierfür weniger, da so keine sauberen Schnitte entstehen.
  2. Damit die Bienen auch hineinkrabbeln können, ist es wichtig, das Innere des Bambus mit einem Holzbohrer zu entfernen. Das funktioniert ganz leicht mit der Hand. Anschließend den Bambusstab ausklopfen und den „Eingang“ mit Schleifpapier etwas abschleifen.
  3. Nun kannst du die Konservendose mit den abgesägten Bambusstäben füllen. Achte hierbei darauf, dass die Stäbe stramm genug darin Platz finden und nicht herausfallen können.

Tipp: Wer hohle Zweige, Schilf oder Halme in seinem Garten hat, kann auch diese wunderbar in die Dose integrieren.

 

Holzbalken-Insektenhotel

Materialliste:

1 Holzklotz oder -balken aus Hartholz mit min. 20 cm Tiefe

Holzbohrer in verschiedenen Größen (3-9mm)

Pfeifenreiniger

Schleifpapier

Und in 3 Schritten ist es auch schon fertig:

  1. Bohre mit dem Holzbohrer senkrecht mehrere Löcher in verschiedenen Größen in den Holzklotz. Dabei ist es wichtig, quer zur Holzfaser zu bohren. Wer parallel zur Faser bohrt riskiert Rissbildungen.

Tipp: Beim Bohren der Löcher sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Blumen-, Spiralen- oder Zickzack-Muster?

 

  1. Nun den Holzklotz ausklopfen, sodass alle Späne herausfallen können. Anschließend solltest du noch jedes Loch gründlich mit einem Pfeifenreiniger reinigen, sodass ein sauberer Hohlraum entsteht.
  2. Als letzten Schritt solltest du auch hier die gesamte Oberfläche mit einem Schleifpapier abschleifen, damit auch die letzten Holzfasern vom zukünftigen Eingang entfernt werden und die neuen Bewohner leicht hineinschlüpfen können.

Und schon ist der perfekte Nistplatz für deine Garteninsekten fertig. Viel Spaß beim Nachbauen!